Workshop FOH Technik «Come Together»
Workshop-Reihe Live-Sound & Tontechnik
Besser klingen. Technik verstehen. Sicherer auftreten.
Ein guter Live-Sound beginnt nicht erst am Mischpult. Er entsteht bereits bei den Instrumenten, auf der Bühne und im Zusammenspiel der gesamten Band.
Unsere Workshop-Reihe richtet sich an Musikschaffende, Bands und technisch interessierte Personen, die ihren Live-Sound verbessern und mehr Sicherheit im Umgang mit moderner Tontechnik gewinnen möchten.
In vier aufeinander abgestimmten Teilen vermitteln wir praxisnahes Wissen rund um:
- Mischen und Abhören
- Gain-Struktur und Pegel
- Monitoring und In-Ear-Systeme
- Equalizer und Klanggestaltung
- Mikrofonierung
- Rückkopplungskontrolle
- Grundlegende Fehlerbehebung
- Zusammenspiel von Band, Bühne und Technik
Die Workshops können teilweise einzeln besucht werden. Für einzelne Kurse werden jedoch Vorkenntnisse aus den vorhergehenden Teilen vorausgesetzt.
Teil 1
Basiskurs Live-Sound
Worum geht es?
Wo beginnt eigentlich der Mix einer Band?
Im Basiskurs schaffen wir ein grundlegendes Verständnis dafür, wie der Sound einer Band entsteht und was Musikerinnen und Musiker selbst tun können, um auf und vor der Bühne besser zu klingen.
Dabei betrachten wir nicht nur das Mischpult, sondern das gesamte Zusammenspiel von Instrumenten, Verstärkern, Mikrofonen, Lautstärke und Raum.
Im Mittelpunkt stehen typische Fragen und Probleme, die Musikschaffende beim Proben, beim Soundcheck, auf kleinen Bühnen oder im Homestudio immer wieder beschäftigen.
Inhalte
- Wie entsteht der Sound einer Band?
- Wie beeinflussen sich die einzelnen Instrumente gegenseitig?
- Wie findet jedes Instrument seinen Platz im Gesamtklang?
- Wie laut sollten Instrumente und Verstärker auf der Bühne sein?
- Was kann eine Band bereits ohne grosse technische Ausstattung verbessern?
- Wie arbeitet man richtig mit einem Gesangsmikrofon?
- Was ist der Nahbesprechungseffekt?
- Welche Instrumente sollten bei einer kleinen PA verstärkt werden?
- Wann lohnt sich die Mikrofonierung von Bassdrum, Snare, Toms oder Overheads?
- Wie werden Mikrofone ausgewählt und richtig positioniert?
- Was ist beim Einsatz von In-Ear-Monitoring zu beachten?
- Wie lassen sich typische technische Fehler erkennen und vermeiden?
Der Workshop verbindet verständliche Theorie mit praktischen Übungen. Die Fragen und Erfahrungen der Teilnehmenden werden aktiv einbezogen.
Teilnahmevoraussetzungen
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Du brauchst lediglich technisches Interesse und Freude daran, etwas Neues zu lernen.
Teil 2
Schlagzeugmikrofonierung
Worum geht es?
Das Schlagzeug gehört zu den anspruchsvollsten Instrumenten, wenn es um Mikrofonierung und Verstärkung geht.
In diesem Workshop zeigen wir verschiedene Möglichkeiten, ein Schlagzeug für Proben, Konzerte oder Aufnahmen abzunehmen. Wir besprechen, welche Mikrofone sich für die einzelnen Trommeln und Becken eignen, wie sie positioniert werden und welchen Einfluss bereits kleine Veränderungen auf den Gesamtsound haben.
Der Workshop ist stark praxisorientiert. Verschiedene Positionen und Mikrofone werden direkt ausprobiert, verglichen und gemeinsam beurteilt.
Inhalte
- Welcher Teil des Schlagzeugs sollte zuerst verstärkt werden?
- Wie erhält die Bassdrum mehr Druck und Präsenz?
- Wann sollten Snare und Toms mikrofoniert werden?
- Wann sind Overheads sinnvoll?
- Ein oder zwei Overhead-Mikrofone?
- Was bedeutet Close Miking?
- Wie beeinflusst der Abstand zum Instrument den Klang?
- Welche Rolle spielen Phase und Stereokompatibilität?
- Wie werden mehrere Mikrofone zu einem natürlichen Schlagzeugsound kombiniert?
- Welche Auswirkungen haben Übersprechungen anderer Instrumente auf der Bühne?
Praktische Übungen
- Unterschiedliche Mikrofonpositionen an der Snare vergleichen
- Overhead-Positionen ausprobieren
- Verschiedene Abstände und Equalizer-Einstellungen testen
- Toms mikrofonieren und in den Gesamtsound integrieren
- Ein vollständiges Schlagzeug-Setup aufbauen und gemeinsam beurteilen
Teilnahmevoraussetzungen
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der vorherige Besuch des Basiskurses ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.
Teil 3
Mixing
Worum geht es?
In diesem Workshop wird selbst gemischt.
Anhand von Mehrspuraufnahmen erhält jede teilnehmende Person die Möglichkeit, an einem für Bands geeigneten Digitalmischpult einen eigenen Mix zu erstellen.
Dabei geht es nicht darum, den einzig richtigen Mix zu finden. Jeder Mix klingt anders und trägt die persönliche Handschrift der Person am Mischpult.
Die verschiedenen Ergebnisse werden anschliessend gemeinsam angehört und besprochen. So können die Teilnehmenden voneinander lernen und unterschiedliche Herangehensweisen direkt vergleichen.
Inhalte
- Bedienung eines digitalen Mischpults
- Aufbau eines übersichtlichen Mixes
- Gain-Struktur und richtige Pegel
- Lautstärkeverhältnisse der Instrumente
- Klanggestaltung mit Equalizern
- Einsatz von Kompressoren und weiteren Werkzeugen
- Panorama und räumliche Aufteilung
- Umgang mit guten und weniger optimalen Eingangssignalen
- Einfluss des Zusammenspiels einer Band auf den Mix
- Vorbereitung und Einmessen einer PA-Anlage
- Einmessen von Monitoren
- Erkennen und Vermeiden von Rückkopplungen
- Praktische Tipps für Soundcheck und Konzert
Alle Teilnehmenden bleiben während der gesamten Übungsphase vor Ort. Dadurch kann nicht nur beim eigenen Mix, sondern auch durch das Beobachten der anderen Personen viel gelernt werden.
Teilnahmevoraussetzungen
Der vorherige Besuch des Basiskurses wird vorausgesetzt.
Teil 4
Konzertsituation
Worum geht es?
Im letzten Teil der Workshop-Reihe wird das Gelernte unter realistischen Bedingungen umgesetzt.
Mehrere Bands spielen gemeinsam ein Konzert. Jede Band erhält einen Soundcheck und wird von einer teilnehmenden Person aus einer anderen Formation gemischt.
Dabei unterstützen sich alle gegenseitig. Gemeinsam wird beurteilt, was im Raum gut funktioniert, wo Verbesserungen möglich sind und wie sich der Sound mit einfachen Massnahmen optimieren lässt.
Inhalte
- Vorbereitung eines Soundchecks
- Sinnvolle Mikrofonierung einer Band
- Aufbau eines Live-Mixes
- Anpassung des Sounds an den Raum
- Kommunikation zwischen Technik und Band
- Umgang mit Monitoren und Bühnenlautstärke
- Erkennen und Lösen von Problemen während eines Konzerts
- Konstruktives Feedback an Musikerinnen und Musiker
- Praktische Umsetzung der Inhalte aus den vorhergehenden Workshops
Im Vordergrund stehen das gemeinsame Lernen, die gegenseitige Unterstützung und die praktische Erfahrung in einer echten Konzertsituation.
Teilnahmevoraussetzungen
Vorausgesetzt werden der Basiskurs Live-Sound und der Kurs Mixing. Der vorherige Besuch des Workshops Schlagzeugmikrofonierung ist hilfreich.
Anmeldung
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